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Skinny Molly

Skinny Molly live am 22. September im Real Music Club!





Biografie Skinny Molly
von Ruf Records
Der amerikanische Süden ist nicht nur eine geografische Region. Es ist ein "State of mind", ein Lebensstil. Es ist die Art zu denken, zu trinken und sich Respekt zu erweisen. Es ist das Land, in dem die Musik regiert und die Bands, die sie machen, Götter sind. Wenn du südlich der Mason-Dixon-Linie eine Gitarre spielst, stehst du in einer Rock'n'Roll-Tradition, die von Größen wie den Allman Brothers und Lynyrd Skynyrd angeführt wird. Wir schreiben das Jahr 2012 und Skinny Molly kommt, um an die Spitze zu stürmen und diese Szene zu erobern, die nach neuen Helden sucht.
Die vier Mitglieder von Skinny Molly mögen einen imposanten Hintergrund haben, aber bei Haywire Riot geht es nur um das Hier und Jetzt. Im frühen Herbst durch Ruf Records veröffentlicht ist dies ein Album, das die moderne Rockszene mit Old School-Werten des Songwritings, tiefgehenden Lyrics und energiegeladenen Performances erobert.
Tritt in Skinny Mollys Welt ein und du wirst dem trügerischen Lover aus Lie To Me begegnen, dem Mädchen aus Too Bad To Be True, das in ihrer Handtasche eine Pistole versteckt, und dem giftigen Ruf des Alkohols aus Devil In The Bottle. Die Musik reicht von den swingenden Riffs aus If You Don't care bis hin zu dem nachdenklichen Akustik-Vibe aus None Of Me- das ist das Maximum an Rock'n'Roll, ohne Anmaßung, und wenn Mike Estes im gleichnamigen Song donnert: "Hey Rock-Star, just shut up and rock!", dann gibt es keinen Zweifel, dass der Sänger von Skinny Molly seinen Part vorbildlich erfüllt.
Aber Killersongs machen nur die Hälfte des Bildes aus. Bei großartiger Rockmusik geht es auch um Chemie und wenn die Wände der Alabama Swamper Sound Studios sprechen könnten, dann würden sie sicher von einer Recordsession erzählen, bei der vier Weltklassemusiker aufeinandertrafen und den Zauber einfingen. Als Sänger, Gitarrist, Mandolinenspieler und Bariton ist Mike eine Naturgewalt. Jay Johnson besticht durch seine ausgezeichnete Gitarrenarbeit, während Kurt Pietro (Schlagzeug) und Luke Bradshaw (Bass) mit Swing und Schärfe zugleich roh und grazil wirken.
Haywire Riot ist das Album, das uns Skinny Molly seit 2004 versprochen hat, als Mike mit Kurt und dem ursprünglichen Gitarristen Dave Hlubek für eine Tour durch Europa zusammenkam, die nie endete. Bald darauf ließ uns das Debutalbum No Good Deed mit ersten Anzeichen seiner Klasse durch Songs wie Straight Shooter und Better Then I Should hellhörig werden.
Haywire Riot wird mit Sicherheit neue Fans dieser Musikrichtung gewinnen, aber es schadet auch nicht, dass alle vier Skinny Molly-Mitglieder für sich bereits Legenden sind. Nachdem Mike bereits als Teenager Freundschaft mit Allen Collins schloss, wurde seine erste Band, Helen Highwater, durch die spätere Lynyrd Skynyrd-Ikone getauft und betreut. Der Bund wurde noch vertieft, als die junge Band Skynyrds Tribute Tour 1987 eröffnete. Nach der Skynyrd-Zeit hat Mike die Billboard Charts mit der Single White Knuckle Rise erobert und außerdem zwei Soloalben (Driving Sideways und Brave New South) veröffentlicht. Im Jahr 1995 wurde er in den Hollywood Rock Walk of Fame aufgenommen, mit Skinny Molly hingegen bekommt man den Eindruck, dass er gerade erst richtig loslegt.
Kurt war Skinny Mollys Schlagzeuger von Beginn an. Unter dem Einfluss von Musikern wie Jakson Spires von Blackfoot und Tommy Lee von Mötley Crüe entwickelte er seine eigene einzigartige Technik, die ihn bald von einem Neuling zu einem Meister in den heiligen Michigan Studios werden ließ. Kurts Fähigkeiten erforderten ein außergewöhnliches Basstalent und im Jahr 2012 wurde Skinny Molly durch Luke Bradshaw komplettiert. Gleichmäßig erfahren am Elektro- und Standupbass und in der Lage, sein Talent jedwedem Projekt zu widmen, ist Luke als Mitglied von Skinny Molly doch wohl einfach am besten.
Mit Mike Estes im Lineup könnten sich manche Gitarristen unter Druck gesetzt fühlen. Nicht so Jay Johnson: Möglicherweise der einzige Musiker, der fähig ist, seinem Frontmann die Stirn zu bieten.
Einzeln für sich sind sie bereits großartig. Wenn diese Musiker als Skinny Molly zusammen kommen, dann ergibt das einen Molotov-Cocktail aus Talent, der mit Sicherheit einschlagen wird, wenn ihr zweites Album veröffentlicht wird. Sicher, bei den Jungs mögen die Dinge ein wenig "haywire" laufen. Aber vertraut uns- you'll definitely have a riot!
FaLang translation system by Faboba

CD Review "Haywire Riot" von Steve Braun (Rocktimes)
Was kommt denn da aus dem Hause des Bluesspezialisten Ruf Records daher? Raubeinig-stacheliger Southern Rock? Hell yeah, ist Thomas Ruf nun unter die Rebel Flag-Schwenker gegangen?? Obwohl... so gänzlich fehlplatziert ist das gar nicht. Der Blues als Ausdruck des Lebensgefühls des Südens ist seit jeher ein wichtiges Standbein des Southern Rock. Zwar spielten ihn stets 'Weiße', denen von Dummköpfen oftmals Rassismus und noch Schlimmeres nachgesagt wurde, dennoch waren diese Musiker zutiefst von dem Sound der Afroamerikaner beeindruckt und beeinflusst. Naja, wenn man an die Schönheit des alten Atlanta denkt, kann man auch nur den Blues bekommen... sorry, ich 'schwoff' gerade ab.
Skinny Molly wurde im Jahr 2004 von dem kurzzeitigen Skynyrd-Recken Mike Estes und dem Molly Hatchet-Gründungsmitglied Dave Hlubek gegründet. Im gleichen Jahr kam man nach Europa und räumte in Deutschland gewaltig ab. Trotzdem - und das ist ein Markenzeichen für die unstete Southern Rock-Szene - dauerte es ganze vier Jahre, bis mit No Good Deed das erste Album herauskam. Da hatte es Hlubek allerdings bereits zurück zu Hatchet gezogen.
Die Platte fiel seinerzeit bei mir komplett durch und verstaubte bis zu dieser Rezension im hintersten Winkel des Southern Rock-Regals. Aber auch nach vier Jahren kann man bei "No Good Deed" wenig Milde walten lassen. Skinny Molly wollten seinerzeit vielleicht auf Nummer sicher gehen und agierten merkwürdig verkrampft. Ein bisschen Country-, ganz viel Mainstreamrock... für die Southern-Szene zu zahnlos, fürs US-Radio nicht angepasst genug. Viel zu selten ließ man sich etwas Leine und dann blitzte, wie bei "Too Much", etwas von der Spielfreude der Band auf. Außer dem saftigen "High Price Of Low Livin'" ist herzlich wenig auf der Habenseite von "No Good Deed" zu finden.
Als dann Mastermind Estes für den schwer und lange erkrankten Bobby Barth bei Blackfoot einstieg, meinte man schon, das Sterbeglöcklein bimmeln zu hören. Nun, da Blackfoot in tiefer Agonie liegt, meldet er sich mit einem Klassealbum zurück... und hat sich mit Jay Johnson eine Muscle Shoals-Legende an die zweite Gitarre geholt. Das MUSS knallen - und genau das tut es auch!
Gleich "If You Don't Care" knüppelt fett aus den Boxen - na also, geht doch! So muss Southern Rock klingen!! Mit "Devil In The Bottle" wird eine alte Skynyrd-Nummer nachgeschoben, an der Mike Estes als Co-Autor Rechte besitzt. Die Nummer ist wesentlich bissiger als die lasche Urversion auf der zwiespältigen "Endangered Species" von 1994. Nach diesem bärenstarken Auftakt lässt der etwas lasche Country-Rocker "Two Good Wheels" etwas durchhängen, bevor Skinny Molly mit "Too Bad To Be True" wieder das Messer zwischen die Zähne nehmen.
Die wahren Großtaten von "Haywire Riot" folgen nun erst. "Judge Parker", dem berühmt-berüchtigten 'Hanging Judge' gewidmet, hat alles, was einen lupenreinen Südstaatenrocker ausmacht: ein kerniges Riff, schwerblütiges Feuer und eine Whiskey-gegerbte Stimme. "Bitin' The Dog" ist scharf, wie eine durchgeladene Waffe - das polternde "Shut Up And Rock" hat gar das Zeug zu einer Hymne. Die Gitarrenfigur zu "After You" erinnert zwar an Skynyrds "Double Trouble", was das Fußwippen und Kopfnicken zu diesem lässigen Country-Rocker kaum beeinträchtigt. Meine persönlichen Lieblingssongs sind die beiden Rausschmeißer "None Of Me No More" und "Dodgin' Bullets". Ersterer vermittelt genau die Stimmung einer schwül-heißen Nacht in den Swamps von Alabama - letzterer das Lebensgefühl des Südens... breit wie ein Monster-Truck.
"Haywire Riot" bringt für Skinny Molly so richtig Speck bei die Bohnen - ein äußerst herzhaftes Mahl nach der dünnen "No Good Deed"-Suppe. Nix für Feinschmecker, sondern eher was für Leute, die genau wissen, wie es sich anfühlt, nach zehnstündiger Maloche hungrig heimzukommen. Klasse, weiter so - aber das nächste Mal mindestens eine Viertelstunde länger. Wenig mehr als 35 Minuten ist schlapp!!

Line-up:
Mike Estes (lead vocals, lead and slide guitar, mandolin, baritone guitar)
Jay Johnson (lead guitar, background vocals)
Kurt Pietro (drums)
Luke Bradshaw (bass, background vocals)


CD Review "No Good Deed" von Wolfgang Giese (Rocktimes)
Stets ist es nicht einfach, Platten zu rezensieren, die, wenn man sie erstmalig hört, Erinnerungen an andere Bands wecken. Da werden dann schnell 'Referenzen' bemüht, Referenzen, die eine gewisse 'Messlatte' darstellen...
So haben wir mit Skinny Molly straighten Southern Rock. Klar, Vergleiche drängen sich zunächst massenweise auf, hier waren es für mich spontan Molly Hatchet, Lynyrd Skynyrd und 38 Special. Meist geht es mir so, dass mir sofort subjektive positive wie negative Aspekte auffallen, oder überhaupt Dinge, die die Musik für mich charakterisieren. Hier war es erst einmal dieser herrlich knochentrockene Sound, der mich 'in den Bann' zog, dann fielen mir ZZ Top ein, denn spätestens beim zweiten Stück, "High Price Of Low Livin'", scheppert es wie einst bei Gibbons & Co. in ihren 'mittleren bis späteren' Tagen...
Und der Sänger, für mich eine sehr positive Erscheinung und Estes, der ja bereits für kurze Zeit Mitglied als Gitarrist bei Lynyrd Skynyrd war, hört sich bisweilen in seiner Ausdrucksstärke an, wie der Sänger einer meiner liebsten Celtic-Rock-Bands, den verblichenen Rawlins Cross, nämlich Joey Kitson. Damit, nach Z.Z.Top und Joey Kitson lande ich natürlich bei der 'Referenz' Lynyrd Skynyrd.
LS sind für mich eindeutig stimmiger, groovender, mehr zu den Südstaaten passend, lasziv. Die Molly rockt hier vielmehr knochentrocken, wie ich oben bemerkte. Und solange es rockt, bin ich auch zufrieden. Werden allerdings balladeske Töne angeschlagen, erstmals auf "Just Me", bin ich nicht mehr zufrieden. Denn hier fehlt mir genau das, was ich bei LS so liebe, dieses 'warme, griffige, herzergreifende Element', das in die Seele kriecht. Vorliegend klingt mir das sehr uninspiriert, nicht mit 'Herzblut' vorgetragen. Nun ja, kleiner Schönheitsfehler, denn ansonsten rockt es wieder gut ab. Auf "Whiskey, Cocaine And Blues" bluesrockt es gar staubtrocken und wird mit Estes' Stimme absolut dreckig und ergreifend vorgetragen.
Doch mein 'Liebling' ist ganz klar jenes Stück, mit dem Molly in die 'Referenzklasse' einer Band wie LS aufsteigt: "Me And The Devil Himself", mit Mandoline untermalt, mit dem so herrlich groovenden und schleppenden Rhythmus, wie ich ihn liebe.
Bis auf drei etwas 'aus dem Rahmen fallende' Tracks also ein durchgängig stimmiges und rockendes und durchaus harmonisches Album, mit dem die Band noch nicht in die Oberklasse aufgestiegen, aber auf einem guten Weg dorthin ist.

Line-up:
Mike Estes (vocals, guitar, mandolin, 6-string bass)
Kurt Pietro (drums, percussion)
Luke Bradshaw (bass)
Chris Walker (guitar)


Weblinks:
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