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Captain Ivory

CD-Review Debutalbum "Captain Ivory"

Vor einiger Zeit flatterte dieses ’titellose’ Scheibchen ins Haus, begleitet von einem appetitanregenden Waschzettel. Die Ursprünge der Musiker sollen in Michigan liegen, in der Rock City Detroit, um genauer zu sein. Die Band Captain Ivory allerdings geht auf eine Begegnung im fernen Rom zurück, wo Gitarrist Bolog und Keyboarder Zwilling zufällig aufeinandertrafen und die gemeinsame Liebe zur Musik feststellten.
Später, zurück in den Staaten, flossen Inspirationen aus dem Süden (Nashville, TN) in die nun wachsende Formation, zu der Sänger Jason Trevor und Schlagzeuger Justin Leiter stießen. Anfangs ging es nur um das gemeinsame Jammen, doch bald entwickelte sich eine richtige Band daraus, die nach rund einem Jahr durch den Bassisten Brett Smith komplettiert wurde.
Nun gut, von den ersten Gehversuchen als Band im Jahre 2012 bis zum Erscheinen dieses Debüts ist nur rund ein Jahr vergangen, berücksichtigt man vor allen Dingen das intensive Live-Verhalten der Jungs. Anfang diesen Jahres verzog man sich dann schon ins Studio und brannte neun richtig, richtig gute Tracks in die Rille, die eine knappe dreiviertel Stunde Spielzeit beinhaltet.
Eröffnet wird mit “Baroness” und spätestens beim zweiten Refrain kannst du mitsingen. Obwohl das Stück recht locker anfängt, bekommt es mit der Zeit einen tollen Drive und du würdest sofort Repeat drücken, wüsstest du nicht, dass da noch acht weitere Songs auf der Platte sind. Und glaube mir, du wirst nicht enttäuscht sein, wenn du das alles bis zum Ende durchlaufen lässt.
Song folgt auf Song und du denkst, da sind Profis am Werk, die ihr Ding schon seit zweihundert Jahren und hier nur einfach so zum Jammen zusammengefunden haben. Jeder darf das mitbringen, was ihm am meisten Spaß macht. Da hörst du den dreckigen Rock’n’Roll der Motor City, da schwingen der Soul des Südens, der Schweiß des Deltas, das Unkonventionelle irgendwelcher Indies, flotte Töne eines englischen Badeortes der Sechziger, abgewandelte Country-Rags und noch eine ganze Menge mehr mit. All das wird stilvoll in eine Matrix aus Melodic Hard Rock gemischt und kräftig gerührt.
Eine besondere Erwähnung sollte neben der perfekt umgesetzten Instrumentierung Frontmann und Gitarrist Jason Traver finden, der die vorgenannte Mischung mit einer cool unverbrauchten Stimme an den Mann bringt. Dabei ist es ihm offensichtlich vollkommen egal, ob er mal kurzzeitig eingesetzte Double-Leads in feinster Southern Rock-Attitüde unterstützt oder an anderer Stelle von schwülen Hammond-Sounds getragen wird.
Gibt es herausragende Stücke auf diesem durch die Bank weg guten Album? Ja, es sollen an dieser Stelle besonders zwei genannt werden: “Bottle & A Penitentiary“ folgt dem ohnehin schon guten Opener auf dem Fuße und versetzt den Hörer in Zeiten, als man sich noch vorzugsweise mit kleinen Stückchen getränkten Löschpapiers in bewusstseinserweiternde Zustände versetzte. Und Nummer 2 im Bunde ist eindeutig “Tennessee Approximately”, das klare Beziehungen zum Southern Rock klassischer Machart eingegangen ist und sehr lässig rüberkommt.
Letztendlich wäre es aber den anderen Tracks gegenüber äußerst unfair, die Scheibe auf diese zwei oder drei Stücke zu reduzieren, denn der Silberling macht von der ersten bis zur letzten Minute einfach nur Spaß und es fällt leicht sich vorzustellen, wo man für eine coole Live-Shows Platz für ein paar nette Jam-Einlagen finden könnte. Daher an dieser Stelle die inständige Bitte in Richtung Band, möglichst schnell den großen Teich zu überwinden und uns livehaftig zu erfreuen (und wie ich Teenage Head Music kenne, wird das nicht mehr lange dauern…)!

Line-up:

Jason Traver (vocals, guitar)
Bobbie Bolog (guitar)
Brett Smith (bass)
Steve Zwilling (keyboards)
Justin Leiter (drums)


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